Junge Deutsch-Polnische Philharmonie

Polsko-Niemiecka Młoda FilharmoniaDie Junge Deutsch-Polnische Philharmonie ist im Jahre 2000 auf Basis der Zusammenarbeit von Niederschlesien und Niedersachsen als Internationales Jugendsinfonieorchester entstanden.
Im Jahre 2003, da sich die Zusammenarbeit mit Konservatorien und Hochschulen für Musik aus ganz Polen auf die Regionen Sachsen und Sachsen Anhalt ausweitete, erhielt das Orchester den Namen „Junge Deutsch-Polnische Philharmonie Niederschlesien“. Das Orchester entstand auf Anregung der Breslauer Geigerin Agnieszka Ostapowicz und des Dirigenten Stanisław Rybarczyk.
Während der 15 Jahre seines Bestehens übernahmen folgende deutsche und polnische Behörden Schirmherrschaften über dem Orchester: Minister für Kultur und Nationalerbe, Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Präsident der Stadt Breslau, Oberbürgermeister der Stadt Dresden, Ministerpräsident des Landes Sachsen, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg sowie Präsidenten und Bürgermeister der polnischen und deutschen Städte, die das Orchester bewirtet haben. Das zeugt von der Bedeutung und dem Wert des Projektes für die Politik beider Länder. Musiker der Jungen Deutsch-Polnischen Philharmonie spielen jetzt in zahlreichen namhaften Orchestern in Polen und im Ausland.
2012 wurde eine neue deutsch-polnische künstlerische Leitung des Ensembles berufen und der Name JUNGE DEUTSCH-POLNISCHE PHILHARMONIE verliehen. Das Motto „Musik kennt keine Grenzen“ begleitet das Orchester von Anfang an bei der Schaffung von vorurteilfreiem, gemeinsamen Europa. Musik als eine universelle Sprache für alle, unabhängig vom Herkunftsland, hilft Stereotype durchzubrechen und Dialog aufzunehmen. Das Orchester nahm an wichtigen politischen Ereignissen teil, sowohl polnischen und deutschen, als auch europäischen.

Die wichtigsten waren:
  • 800-jähriges Bestehen der Jüdischen Gemeinde in Breslau unter Anteilnahme des Kantors der Wienersynagoge Samuel Barzilai /2002/;
  • „Engel Europas“ – ein außergewöhnliches Konzert anlässlich des EU-Beitritts Polens unter der Leitung von Piotr Rubik vor einem über 22 Tsd. Menschen zählenden Publikum auf dem Breslauer Markt /2004/;
  • Konzert auf dem Pariser Platz in Berlin zur Enthüllung des Denkmals für Ermordete Juden Europas unter Anteilnahme von Joseph Malovany, der Solisten der Stattskapelle Berlin, des Dirigenten Dan Ettinger und des Chors der Synagoge Zum Weißen Storch in Breslau /2005/;
  • Konzerte im Rahmen der Festspiele Young Euro Classic in Berlin und Hamburg /2005/; Konzert in Breslau anlässlich der Inauguration des Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006.